Monat: Januar 2011

Aktionen gegen Nazis in Wuppertal und Hamburg erfolgreich

Die Aktionen gegen Nazis in Wuppertal und Hamburg am letzten Wochenende waren allesamt sehr erfolgreich.

Wuppertal

In Wuppertal waren etwas 10-mal so viele Menschen gegen Nazis auf der Straße wie Nazis. Nazi-Anführer Axel Reitz („Hitler von Köln“ – die taz) feierte es bereits als Erfolg, das es nicht gelungen sei, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Er verschweigt allerdings dabei, dass die Nazis dieses lediglich dem Einsatz der Polizei verdanken.

Leider gab es hier auch gewalttätige Auseinandersetzungen, die jedoch überwiegend von den Nazis ausgingen.

Ausführlicher Bericht und Fotos bei Njuuz.de.

Siehe auch: Hintergrundinformationen zu den Nazistrukturen in Wuppertal

 

Hamburg
An der Kundgebung des Hamburger Bündnisses gegen Rechts am Samstag, den 29.1.11 in Harburg haben über 400 Menschen, junge und alte AntifaschistInnen, MigrantInnen und KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und Stadtteil-Initiativen, Gewerkschaften, NSVerfolgten‐Organisationen, Kirchen und Parteien teilgenommen und gemeinsam und solidarisch gegen die Neonazis zu protestiert.

Die Neonazis brachten gerade einmal 50 bis 60 Anhänger auf die Straße.

Die Polizeiführung hat mit einem martialischen Polizeiaufgebot die Neonazi‐Kundgebung abgeschirmt, im Einsatz waren vier Wasserwerfen und ein Räumpanzer sowie tausend Polizisten. Ausserdem wurden von Seiten der Polizei willkürlich und unverhälltnismässig Platzverweise gegenüber AntifaschistInnen angeordnet. So auch gegenüber einer Rednerin von der Vereinigung Verfolgter des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN‐BdA), die nur auf Umwegen zu unser Kundgebung kommen konnte.

Mehr unter http://www.keine-stimme-den-nazis.org/

Lasst uns dafür sorgen, dass auch die Blockaden der Nazi-Aufmärschen von Dresden am 13. und 19. Februar zu einem Erfolg werden: Dresden 19.2.2011: Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist

Weitersagen! Hinfahren! Mitmachen!

15.1.: Proteste gegen NPD & DVU Vereinigungsfeier in Berlin

Die rechtsextreme NPD will am Samstag, 15.1.2011, in Berlin-Lichtenberg, in der Aula des Max-Taut-Oberstufenzentrums, ihre Ende Dezember besiegelte Fusion mit der DVU feiern. Gleichzeitig soll der Wahlkampf ums Berliner Abgeordnetenhaus
eröffnet werden.

Die NPD will sich am Samstag ab 14 Uhr in der Aula der Schule treffen. Nach Parteiangaben werden etwa 100 Teilnehmer erwartet. Sprechen sollen die Kader: NPD-Chef Voigt, die NPD-Fraktionsvorsitzenden in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Holger Apfel und Udo Pastörs, sowie der bisherige DVU-Chef und künftige NPD-Vize Matthias Faust.

Mehrere Parteien und Verbände rufen zu Protesten auf. Für 13 Uhr ist eine Kundgebung am Nöldnerplatz angemeldet. Man werde den Neonazis weder Straßen noch öffentliche Orte widerstandlos überlassen, heißt es in einem Aufruf.

Kundgebung 15.1.2011
13.00 Uhr, S-Bhf. Nöldnerplatz

Infos zu den Protesten:
http://berlin.vvn-bda.org/
http://jpberlin.de/antifahsh/

Hintergrund-Infos:
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/auch-rechte-duerfen-in-die-schule/

MORGEN: 15.1. Nazi-Aufmarsch & Proteste in Magdeburg

Morgen, am 15.1.2011, marschieren die Nazis in Magdeburg. Da sich die Magdeburger nicht auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen konnten, gibt es zwei Gegenveranstaltungen:

1.) Der Versuch, den Aufmarsch durch friedliche Blockaden zu verhindern
Infos dazu:
http://blockierenmd.tk/
http://dresden1302.noblogs.org/post/2011/01/07/magdeburg-naziaufmarsch-blockieren-statt-ignorieren-am-15-1-2011/
http://www.antifa.de/cms/content/view/1562/1/

Bereits HEUTE Abend:
Fr. 14.01.2011, 18 Uhr: „Warm up“ – Letzten Infos und Rechtshilfetipps im Infoladen Magdeburg (Alexander Puschkin Str. 20)

2.) Die Meile der Demokratie
Mit Kultur, Musik & Informationen
Infos dazu:
http://www.meile-der-demokratie.de/

Hintergrund-Infos:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/andere-staedte-andere-sitten/

Anti-Atom-Jahr 2010: Wo stehen wir?

120 Kilometer Menschenkette, „Atomalarm“-Aktionen vor 60 Abgeordnetenbüros, 100.000 Menschen, die das Regierungsviertel mit einer Großdemonstration fluten, die kraftvollen Proteste gegen den Castor-Transport: 2010 war ein Jahr der Auseinandersetzung um die Atomkraft.

Schauen Sie sich den Campact-Jahresrückblick im Video an…

Auf den ersten Blick haben wir die Auseinandersetzung um die Atomkraft verloren. Nach anfänglichem Zögern hat die Regierung ihren Atom-Deal mit den Konzernen knallhart durchgeboxt. Doch wir haben trotzdem viel erreicht!

Als Teil ihres Energiekonzepts wollte die Regierung längere AKW-Laufzeiten als wissenschaftlich fundiert erscheinen lassen. Doch mit unseren bildstarken Aktionen haben wir den wahren Inhalt hinter dieser Verpackung in Erscheinung treten lassen. Der Atom-Deal wurde zum Symbol schwarz-gelber Klientelpolitik – im Superwahljahr 2011 wird sie dafür die Quittung erhalten. Zudem stehen die Chancen gut, dass die Verfassungsrichter in Karlsruhe das Atomgesetz kassieren: Konfrontiert mit den massiven Protesten wollte die Regierung das unpopuläre Thema möglichst schnell vom Tisch haben – und hat das Atomgesetz verfassungswidrig am Bundesrat vorbei manövriert.

Die Anti-Atom-Bewegung steht nach diesem Protestjahr so kraftvoll und breit in der Gesellschaft verankert da wie noch nie. Damit sind wir bestens gerüstet, die Auseinandersetzung jetzt an die einzelnen Kraftwerke zu tragen – und haben sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Baden-Württemberg gute Chancen, 2011 gemeinsam Meiler für Meiler vom Netz zu bekommen.

In Schleswig-Holstein wollen die Atomkonzerne Vattenfall und Eon den Pannenreaktor Krümmel nach über drei Jahren Stillstand wieder anlaufen lassen. Doch die schwarz-gelbe Landesregierung ist in der Atompolitik gespalten und der zuständige Minister Schmalfuß würde das AKW am liebsten ganz dicht machen. Mit einem Online-Appell, Großplakatwänden und Aktionen bei öffentlichen Auftritten des Ministers werden wir ihn unter Druck setzen.

In Baden-Württemberg kann eine neue Landesregierung nach der Landtagswahl im März den Betrieb der vier Reaktoren im „Ländle“ mit höchsten Sicherheitsanforderungen unrentabel machen. Zwei Wochen vor der Wahl organisieren wir als Teil eines breiten Bündnisses eine 40 Kilometer lange Menschenkette vom AKW Neckarwestheim bis nach Stuttgart.

Siehe auch:

RWE Hauptversammlung im April – wer geht hin?

Tritt deinem Atomstrom-Anbieter in den Arsch und sag es mir

Anti-AKW-Bilder für eure Blogs

 

Weitere Artikel in der Kategorie „Atomenergie“, wie zum Beispiel:

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Atom-Alarm: Schütze Dein Atomkraftwerk! (Online-Spiel)

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt

Alptraum Atommüll

 

 

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