Mit Bomben in Oslo und Hinrichtungen in Utøya für Israel?

Der Massenmörder von Norwegen hat in seinem abgedrehten Manifest mit Bekenntnis zu Israel für einige simplere Geister Verwirrung ausgelöst (weil er damit nicht in die einfache Kategorie Neo-Nazi passt) und immerhin sowohl in etablierten Medien wie auch in Blogs Beiträge ausgelöst.

Es stimmt natürlich, dass der Täter von Olso kein Nazi im engeren Sinne ist. Doch er folgt dem Trend der sog. „Pro-Bewegung“ und den Hetzern von „PI“, Israel und die USA positiv darzustellen.

Aber es wäre ein grosser Fehler zu glauben, dass er und diese Leute deswegen nun wirklich tatsächlich pro-Israel wären.

Denn der Massenmörder von Oslo ist ein Faschist (so wie die Japaner im 2. Weltkrieg keine Nazis waren, aber dennoch Faschisten) und hat sich seine eigene Ideologie gebastelt. Wie andere faschistische Ideologien benutzt er einen Sündenbock, der für alles gegenwärtige und zukünftige Schlechte verantwortlich gemacht wird und dieser Sündenbock mit allen Mitteln (vor allem erbarmungslos gegen Wehrlose) bekämpft werden kann. Und so wie die Muslime für den Massenmörder von Oslo nützlich sind, so austauschbar sind sie.

Deshalb hat sein rhetorisches Bekenntnis zu Israel etwas den Wert des Bündnisses Hitlers mit der Sowjetunion beim Überfall auf Polen: Es ist nützlich, aber nicht belastbar. Denn ein Faschist kennt keine Freunde, sondern nur Gegner und noch-nicht-Gegner.

So krude wie er sich seine Ideologie zusammen gestrickt und so pervers wie er sich die Hinrichtung von wehrlosen Kindern und Jugendlichen gerechtfertigt hat, hat er jeden Vernunft- und Intelligenz-basierten Diskurs verlassen. Da ist es nur eine kurzer Sprung um die selbe Logik auf Schwule, Linke, Frauen, Juden oder was ihm sonst einfällt, zu übertragen.

Außerdem hat er bei seinem Massaker in keiner Weise Juden oder Christen geschont und unsere von ihm angegriffene multikulturelle Gesellschaft schließt Juden und Israelis ausdrücklich mit ein.

Einen sehr aufschlussreichen Hinweis liefert der Massenmörder von Oslo übrigens selbst: Er bezeichnet sich selbst als Kreuzritter.

Bekanntlich haben die Kreuzritter wenig positives für die Juden im heiligen Land bewirkt. Im besten Fall waren sie Ungläubige, die mit Gewalt zum Christentum bekehrt werden mussten. Im schlechtesten Fall wurden sie als Verantwortliche für den Tod des Heilands zusammen mit den Moslems einfach ermordet.

Kreuzritter waren halt ziemliche Schweine und eine Schande für den christlichen Glauben. Und der Sache Israels haben sie keinesfalls gedient.

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