Occupy / Empört euch / a-campada

Die Occupy / Empört euch / a-campada -Bewegung bezieht zur Zeit viel Lob von denen, die sie eigentlich bekämpfen (CDU, SPD, …) und viel Kritik von Presse und linken Gruppen.

– Lob, weil die Mächtigen versuchen, sie (bzw. die inaktive Mehrheit, die zustimmend nickt) einzuwicklen. Das geht weil die Bewegung inhaltlich sehr beliebig ist.

– Kritik, weil sehr viele Spinner und rechte Verschwörungstheoretiker auf der Welle mitschwimmen. Das geht weil die Bewegung inhaltlich sehr beliebig ist.

KapitalismusWie aber kann unsere Bewegung sich aus dieser inhaltlichen Beliebigkeit lösen, ohne normale Menschen zu verschrecken und in linken Grabenkämpfe zu versinken?

Ich denke, ein gemäßigter, undogmatischer Anti-Kapitalismus wäre die richtige Antwort. Die Kritik am von internationalen Konzernen beherrschten Weltwirtschaftssystem und die Überwindung dieses Systems könnte der Konsenz sein, der sowohl rechte Spinner ausgrenzt, als auch die Altparteien ausreichend abschreckt.

WICHTIG: Anti-Kapitalismus ungleich Anti-Markt!!! Denn in unserem real-existierenden Kapitalismus kann von Marktwirtschaft nun wirklich nur als Randerscheinung gesprochen werden.

Problematisch ist, das es bisher wenige unabhängige Anti-Kapitalistische Informationsquellen gibt, die nicht von einer linken Splittergruppe vorbelegt sind. Aber gerade die Festlegung auf eine linke Richtung sollte unsere Bewegung vermeiden. Denn sie ist – erst einmal und vor allem – eine Dagegen-Bewegung !!!! Sie will und muss moralisch und kritisch sein. Sie sagt, was die 99% NICHT wollen. Sie sagt vielleicht noch, wohin die 99% wollen. Aber wir wollen nicht darüber streiten, wie wir dahin kommen! Denn so versuchen sie uns zu spalten.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, dann abonniert doch unseren Newsletter.


Siehe auch:

Weitere Artikel in der Kategorie Wirtschaft, zum Beispiel:

Ausverkauf! Börsen stürzen ab!

Diese Unternehmen unterstützen die US-Regierung im Kampf gegen Wikileaks

Subventionen finanzieren Parteien?

Aufruf für eine Financial Watch – Die Finanzmarktlobby braucht eine zivile Gegenmacht

MwSt: Hundefutter, Trüffel & Hotel 7%, aber Babynahrung 19%

Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA)

Corporate Ölpest

Attac lädt zum Banken-Tribunal

Internationalen Kampagne „Steuer gegen Armut“!

Hotelspendenskandal: Auch CSU ließ sich bestechen

Krisenhilfe erspendet? Der strenge Geruch der Korruption!

 

 

Ein Gedanke zu “Occupy / Empört euch / a-campada

  1. Wow, selten so viel Schwachsinn in so wenigen Worten gelesen.

    Die nachdrückliche öffentliche Nichterwähnung des Wortes Kommunismus, dieses engagierte Anbiedern beim Klassenfeind war – selbst bei Leuten, die im Gegensatz zu Ditfurth einmal Kommunisten waren – schon immer der erste und wichtigste Schritt zum Opportunismus und zur Feindschaft nicht nur gegen das ihn bezeichnende Wort, sondern zum historischen Projekt selber. Der Unterschied zwischen einem Kommunisten und einem Antikapitalisten könnte kaum größer sein: Jener hat ein verwirklichungsfähiges, vor allem wissenschaftlich entwickeltes und entsprechend konkret darlegbares, real erreichbares gesellschaftliches Ziel, nämlich die Organisierung des Sozialen um die Produktion des Gebrauchswerts herum (statt um die Konsumtion des Tauschwerts und die Reproduktion von Mehrwertquellen aka. Massenmord wie im Kapitalismus) und zudem einen BEGRIFF der momentan herrschenden Gesellschaftsform sowie Strategien zu deren Bekämpfung. Der Antikapitalist hingegen lässt schon in seiner Bezeichung vollkommen offen, von welcher Seite aus er denn den Kapitalismus blöde findet: ob er zurück in vorkapitalistische Barbarei möchte oder eventuell einen nationalsozialistischen oder islamistischen Gottesstaat haben will, ob es ihm nach einem nachkapitalistischen Zombie-Monopolismus dürstet, oder er die Anarchie, also das Recht der Dümmeren fordert oder gar für einen aus Bauernhof-WGs bestehenden Naturkinder-Flohfresser-Commünismus plädiert; ob er den Kapitalismus denn zugunsten einer besseren Gesellschaft – eben: Kommunismus – weghaben will oder er ihn eben einfach nur als modisches Accessoire des Reggae hörenden Che-Guevara-T-Shirtträgers als eine Art ewigen Widerstand ansieht, der ihn umso mehr zu einer selbstbewussten bürgerlichen Persönlichkeit „mit eigener Meinung“ ausstattet; ob er den Kapitalismus überhaupt JEMALS weghaben und durch etwas anderes ersetzen will oder ob er seinen „Anti“-Stuß einfach nur als Erkennungsplakette zur Kommunikationserleichterung mit anderen Punks benötigt, das alles wird bewusst offen gelassen. (Schließlich muss ja bei Äußerungen von Leuten des Ditfurth’schen Schlags immer mitbedacht werden, was diejenigen Gruppen und partei-ähnlichen Mafia-Konglomerate denn so real zustande gebracht haben ausser verbaler Deppengrütze, und da wirds dann sehr schnell sehr düster – man erkennt: der ökologisch-antiautoritäre antifaschistische anti-imperialistische, anti-realsozialistische Antikapitalismus hat bis heute nicht nur die ekelhaftesten Gestalten bundesdeutscher Realpolitik hervorgebracht, sondern sich auch ansonsten zu jedweder Schande bereit erklärt, die Vernunft und Sittlichkeit zu vernichten pflegten: DDR-Bürgerrechtler, 89er Konterrevolution, Rot-Grüne Bundesregierung, Antistalinismus, Antiintellektualismus etc.)

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s