Monat: Januar 2012

Der Präsident ist tot! -Lang lebe der Wulff!

WulffChristian Wulff war aktiver CDU Politiker und Eigenheim-Bauer, Ministerpräsident und Merkel-Herausforderer und ist zur Zeit noch Bundespräsident.

In keiner Funktion war er so richtig gut, aber in keiner ist er so richtig angeeckt. Sonst müsste er (wie seine Ex-Kollegen Koch und Mappus) noch mal so richtig anschaffen gehen bzw. sich vor Gericht verantworten. Diese Eigenschaft(-slosgkeit) hat ihn auch in das Amt des Bundespräsidenten befördert.

Doch auch wenn er zum Bundespräsident ernannt wurde, er ist (anders als die meisten seiner Vorgänger) nicht Bundespräsident geworden, sondern CDU Politiker geblieben. Er denkt wie ein CDU-Politiker und er reagiert wie ein CDU Politiker. Dass es noch immer Menschen gibt, die vom Bundespräsidenten besonders Würde und Überparteilichkeit erwarten, ist ihm wohl verborgen geblieben.

Und das ist gut so. Denn so wird nicht übertüncht, dass das Amt des Bundespräsidenten von CDU und SPD längst als teurer Abstellplatz für abzuschiebende oder überflüssige Parteipolitiker missbraucht wird. Fast alle bisherigen Amtsinhaber (mit Ausnahme von Richard Weizäcker) waren dem Amt nicht gewachsen. Fast immer wurden die Kandidaten aus parteipolitischen Erwägungen benannt und durchgesetzt.

Die gleiche SPD, die sich (in der Opposition) für einen unabhängigen Kandidaten stark machte, setzte (in der Regierung) rücksichtslos den Parteipolitiker Rau gegen eine nun wirklich präsidentable Hildegard Hamm-Brücher durch.

Was macht ein Präsident: Er hält Reden (auf die keiner hört), unterzeichnet (längst beschlossene Gesetze) und empfängt Staatsbesucher. Und verbrennt dafür ein irres Geld (auch nach einem Rücktritt: 200.000 Euro pro Jahr plus Sekretär, Fahrer und Wagen).

Wulff hat – als Präsident der Raffzähne – bewiesen, wie unpassend, überflüssig, gestrig und verschwenderisch ein Luxus „Bundespräsident“ in einer modernen Demokratie ist. DAs Amt hat sozusagen seinen Rubikon überschritten ;-). Wulffs Rücktritt würde das nur verschleiern und den Mythos „Bundespräsident“ am Leben erhalten.

Lassen wir doch die Witzfigur Wullf im Amt (und sparen uns seine teure Pension) und lassen ihn offenkundig machen, dass nicht er der Problem ist, sondern das Zombie-Amt, das er bekleidet. Laßt uns den Bundespräsidenten abschaffen!

Der Präsident ist tot! -Lang lebe der Bundes-Wulff!

 

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