Monat: Mai 2015

Diekmann sollte Lokomotivführer werden

Was die Streiks der Lokführer angeht, war ich immer etwas zerissen.

Was ich nicht mag: 

1.) Ich halte nicht viel von Gewerkschaften, die sich auf bestimmte Berufsgruppen spezialisieren, statt alle Beschäftigten eines Unternehmens zu vertreten. 

2.) Ich bin ein Fan des öffentlichen (Nah-)Verkehrs und möchte so viele Menschen wie möglich gut und bequem damit befördern und die Autos, die täglich Menschen töten und verletzen und vergiften möglichst überflüssig machen. Da tut natürlich ein Streik sehr weh.

Was dafür spricht: 

1.) Die DGB Gewerkschaften sind eine ziemlich lasche Organisation und besonders toll setzen sie sich nicht gerade für die Interessen der Arbeiutnehmer ein.

2.) Lokführer verdienen in Deutschland – obwohl es ein Verantwortungsvoller und belastender Job ist, ziemlich schlecht: 

Einkommen von Lokführern in Europa
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Dagegen läßt sich Bahnchef Rüdiger Grube nicht nur fürstlich entlohnen. Grube gönnte sich auch letztes Jahr laut Handelsblatt rund 20 Prozent mehr an Vergütung – während er die (DGB-) Gewerkschaften mit mageren 3% abspeiste. Hier wird kräftig von unten nach oben umverteilt: Während die Reichen sich immer mehr abgreifen, bleiben die normalen Menschen zurück. 

3.) Wenn ich sehe, wie die Bild und der Focus gegn die GDL hetzen, dann weiss ich allemal, auf wessen Seite ich stehe. Denn was diese Blätter präsentieren, ist kein Journalismus, sondern einseitige Stimmungsmache für die Interessen der Konzerne. 


Und wenn pünktliche Züge so wichtig sind – dann sollte wir die Bahn vielleicht wieder verstaatlichen. Pünktlicher war sie auf jeden Fall, als sie noch ein Staatsunternehmen war – und günstiger auch. 

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