Heckler_und_Koch_Maschinenpistole

Die Waffen der Terroristen

Heckler und Koch Sturmgewehre
Heckler & Koch – Sturmgewehre (Klick für eine große Ansicht)

Ich habe zu den Terroranschlägen von Paris bisher nicht viel gesagt, weil ich zunächst die Fakten abwarten wollte. Es gab dazu auch schon viele kluge Stellungnahmen – und ein paar unsäglich dumme wie das Triumphgeheul von Matthias Mattusek (Springers „Welt“) und das von Markus Söder („Christlich-soziale Union“).

Ich will darauf gar nicht näher eingehen, sondern andere zwei Punkte beleuchten, die mir aufgefallen sind: Die Personen der Attentäter und ihre Waffen. Beides im sachlichen Bemühen, dazu beizutragen, solche Anschläge zukünftig zu verhindern.

Denn mir ist aufgefallen, dass – wie bei anderen Anschlägen und Anschlagsversuchen in Europa – die Täter (nach bisherigen Erkenntnissen) keineswegs Flüchtlinge oder Neueinwanderer sind. Sondern in der Regel Einwanderer der zweiten und dritten Generation und Konvertiten (übergetretene Europäer, die nicht in eine religiöse Familie geboren wurden).  Und scheinbar meist (ähnlich wie bei Rechtsextremisten) mit sehr geringem Bildungsniveau. Darüber müssen wir genauer hinsehen und mehr reden. Unbedingt.

Der zweite Punkt ist mir bei der Lektüre einer Zusammenfassung in der Süddeutschen Zeitung aufgefallen, die ich hier (umsortiert) ausschnittsweise zitieren möchte:

  • 21.20 Uhr, Stade de France: Ein Terrorist zündet […] seine Sprengstoffweste. Er reißt einen Passanten mit in den Tod.
  • 21.30 Uhr, Stade de France: Vor dem Eingang H des Fußballstadions sprengt sich ein weiterer Selbstmordattentäter in die Luft, er tötet dabei nur sich selbst.
  • 21.40 Uhr, Comptoir Voltaire: Im Restaurant Comptoir Voltaire […] sprengt sich ein Terrorist in die Luft. Er verletzt einen Menschen schwer und mehrere leicht.
  • 21.53 Uhr, Stade de France: Etwa 400 Meter vom Stadion entfernt sprengt sich ein dritter Selbstmordattentäter in der Nähe eines Fastfood-Restaurants in die Luft. Andere Menschen werden bei dem Anschlag nicht verletzt.

Vier Bomben – 4 Tote Terroristen, 1 Todesopfer, mehrere Verletzte. Das hat mich überrascht. Dagegen:

  • 21.25 Uhr, Le Carillon und Le Petit Cambodge. Ein schwarzer Seat fährt [vor]. Ohne Vorwarnung eröffnen die Insassen das Feuer auf die Gäste[…]. 15 Menschen sterben, zehn bleiben schwer verletzt zurück.
  • 21.32 Uhr, A la Bonne Bière/Cosa Nostra: Zwei Straßenecken […] entfernt eröffnen Attentäter erneut aus dem Auto heraus das Feuer auf die Gäste des Cafés A la Bonne Bière und die gegenüberliegende Pizzeria Cosa Nostra. Fünf Menschen sterben, acht werden schwer verletzt.
  • 21:36 Uhr, La Belle Équipe Wieder werden Schüsse aus einem schwarzen Auto heraus abgegeben, diesmal auf das Restaurant „La Belle Équipe“[…] . Die Angreifer töten 19 Menschen, neun werden schwer verletzt.
  • 21.40 Uhr, Bataclan: Vor dem Musikclub Bataclan hält ein dunkles Fahrzeug, aus dem drei Attentäter mit Sturmgewehren steigen. [Sie] dringen in den Musikclub ein und feuern wahllos in die Menge. 89 Menschen tot, viele weitere schwer verletzt.
Heckler & Koch - Maschinenpistolen
Heckler & Koch – Maschinenpistolen (Klick für eine große Ansicht)

Was genau im Bataclan geschah, ist noch unklar. Doch auch wenn mal nur die drei ersten Taten nimmt, ergibt sich von ein klares Bild:

Drei Menschen mit Maschinenpistolen, die in 11 Minuten mindestens 29 Menschen töten und mindestens 28 Menschen verletzen. 

Nun sind Maschinenpistolen nicht gerade primitive Waffen, sondern Hochtechnologie-Produkte. Sie können nicht in einer Höhle in Afghanistan oder in eine ISIS Camp hergestellt werden, sondern kommen aus modernen, westlichen Fabriken. Weltmarktführer für solche Waffen ist der deutsche Waffenproduzent Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar, Baden-Württemberg. Aus der Eigenwerbung: „Die wohl populärste Maschinenpistolenserie der Welt.“

Ich denke, als eine Frage nach diesen Terroranschlägen sollte man auch der Frage nachgehen, wer den Terroristen diese Waffen verkauft hat, wer sie produziert und wer daran verdient. 

Ich werde deshalb diesen Artikel mit Bildern des Waffenherstellers Heckler & Koch illustrieren. Bilder, auf die ich kein Urheberrecht habe. Vielleicht verklagt mich Heckler & Koch ja wegen Urheberrechtsverletzung. Wenn es gar nicht anderes gelingt, solche Geschäfte in Deutschland vor Gericht zu bringen, dann vielleicht wenigstens so. Nachahmung übrigens (auch unter Verwendung dieses Textes) gern gesehen. 

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