Schlagwort: Nazis

Pegida-Gründer Lutz Bachmann – ein Krimineller (Einbruch, Prostitution, Drogen)

Pegida Lutz Bachmann„PEGIDA“ ist die Abkürzung für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – unter diesem Namen demonstrieren besorgte Bürger™ gegen gefährliche Muslime & generell den Untergang des Abendlandes. Initiator ist Lutz Bachmann, gestern sind in Dresden (Sachsen; Anteil der Muslime an der Bevölkerung 0,1%) über 7.000 Menschen „gegen Islamisierung“ auf die Straße gegangen.

Besonders Paradox: Bachmann, der sich Woche für Woche für eine Abschiebung krimineller Ausländer ausspricht, lebte […] selbst mit falscher Identität auf der Flucht vor der deutschen Polizei in Südafrika, wie er inzwischen zugeben musste. Erst, als ihm die dortigen Behörden auf die Schliche kommen, kam er nach Deutschland zurück. „

Gesucht & verurteilt wurde er „Wegen Auftrags-Einbrüchen für das damalige Dresdner Rotlichtmilieu […] zu dreieinhalb Jahren Haft“. Vor fünf Jahren ist er zudem zu einer Bewährungs-Strafe wegen Drogenbesitzes verurteilt worden.

http://www.huffingtonpost.de/2014/12/02/pegida-gruender-lutz-bachmann-gefaehrdet-deutschlands-zukunft_n_6252894.htm

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Alltäglicher Nazi-Terror in Potsdam

Polizei: Die rechtsextremistische Szene in Potsdam hat etwa 100 Mitglieder, von denen bis zu 35 gewaltorientiert sind. (1)

Eine unvollständige, subjetive Auflistung aller Nazi-Übergriffe in Potsdamm in letzter Zeit, von denen ich etwas mitbekommen habe. Nazischmierereien, illegale Hakenkreuz-Symbole und reine Propagana-Scheiße lass ich weg, so viel Zeit habe ich nicht, um die alle auch noch aufzuzählen. 

Auch nicht adäquat abgebildet werden können die täglichen Drohungn und die regelmäßigen Übergriffe, ständigen Beschimpfungen und Beleidigungen, die alle anders Aussehenden regelmäßig über sich ergehen lassen müssen.

Wenn sich jemand wundert, das er davon gar nix weiß: Ihr Bürgerlichen und Studis bekommt von all dem nichts mit, weil die Nazis als Looser nicht in euren Wohngebieten wohnen und ihren Hass – Feiglinge die sie sind – vor allem an Menschen auslassen, die sich nicht ausreichend wehren können. 

 
Regelmäßig: 
– Regelmäßig wurden und werden Gäste des „Black Fleck“ in der Zeppelinstraße 26 von Personen, meist aus Autos heraus, beleidigt, bedroht oder angegriffen.
– Regelmäßig wird eine Plastiktüte mit einem Pflasterstein an das Tor der Zeppelinstraße 25 gehangen. Unbekannte hinterließen bereits in den vergangenen Jahren Steine als Drohgebärde vor dem Wohnprojekt.

Einzelne Gewalttaten: 

 
Mitte Januar 2013 – Protesttransparente gegen den Verkauf der Heidesiedlung an Häusern in der Großbeerenstraße werden angezündet und brennen zum Teil vollständig ab. Die Transparente hingen direkt an der Fassade.
 
03.02.2013: Auf das »Archiv« wir dein Brandanschlag verübt: Ein angezündeter Papierberg vor der Eingangtür erlischt glücklicherweise von alleine, eine brennende Mülltonne an der Fassade wird von der Feuerwehr gelöscht. Ein Feuer hätte im Haus lebende Menschen töten können.
 
03.02.2013: Ein Mann beobachtet, wie er eine Fensterscheibe des »Kontext« in der Hermann-Elflein-Straße zerstört. Am Objekt wurden Neonazisticker verklebt. Möglicherweise hat hier der Zeuge eien Brandanschlag verhindert. 
 
14.03.2013 – Eine Person wird Opfer einer rassistisch motivierten Körperverletzung. Es kann ein Tatverdächtiger aus dem Nazi-Spektrum ermittelt werden. 
 
10.04.2013: In der alternativen Bar »Olga« schlagen Nazis die Frontscheibe ein. Ein Augenzeuge sieht sie dabei und alarmiert die Polizei. Diese findet einen mit Diesel befüllten Kanister im Café. Ein Feuer hätte im Haus lebende Menschen töten können. http://www.pnn.de/potsdam/741450/ 
 
21.04.2013 – Aus einem fahrenden Auto heraus schießen Unbekannte mit einer Paintball-Waffe auf Besucher_innen des „Black Fleck“, die sich vor dem Haus in der Zeppelinstraße aufhalten. Mehrere Anwesende werden getroffen, glücklicherweise aber nicht verletzt
 
29.04.2013 – Ein Mensch wird aus rassistischen Gründen von mehreren Personen angegriffen und geschlagen.
 
03.07.2013: Ein Mensch wird erst antisemitisch beleidigt und dann angegriffen und verletzt. 
 
03.08.2013: Fussballfans werden von Nazis mit Steinen beworfen. Eine Person trägt dabei eine Platzwunde am Kopf davon.
 
08.08.2013: Ein Flüchtling wird Opfer einer rassistisch motivierten Körperverletzung.
 
08.09.2013: Am frühen Morgen wird eine Person auf dem Weg zum S-Bahnhof Teltow unvermittelt von einem Mann angegriffen. Dem 19-Jährigen kommen zwei Männer entgegen. Als sie auf gleicher Höhe sind, wird er beschimpft. Einer der Beiden schlägt dem Betroffenen mit der Faust gegen den Kopf und geht weiter.
 
3.11.2013: Ein Mensch wird von 7 Nazis tätlich angegriffen, hinzukommende Passanten rufen die Polizei und können schlimmeres verhindern
 
17.03.2014: Unter rechtsradikalen Parolen udn Beleidigungen wird eien Obdachloser von 4 Personen zusammengeschlagen
 
24.06.2014: Einer Gruppe von Frauen wird von Nazis beleidigt, bedroht und mehrfach geschlagen und getreten.
 
02.08.2014: Vier Nazis zerstöten – nachdem sie bereits früher „White Power“-Parolen aus einem Auto heraus gebrüllt hatten – in den Morgenstunden mit schweren Steinen mehrere Scheiben von Häusern in der Zeppelinstraße 25 und 26. In den betroffenen Zimmern schliefen zu diesem Zeitpunkt mehrere Personen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Nach den Steinwürfen flüchteten die vermummten Angreifer_innen. . Die Steine wurden vor dem Angriff offenbar gereinigt, um Spuren zu vernichten und stammen nicht aus der unmitelbaren Umgebung der Zeppelinstraße. Die vier angreifenden Personen waren sportlich und dunkel gekleidet.
 
23.08.2014: In der Nacht zum 23. August 2014 versuchten vier Personen, Scheiben der alternativen Kneipe „Olga“ in der Charlottenstraße 28 zu zerstören. Die Personen kamen mit bereits auffällig drohender Haltung in das Lokal und bestellten sich jeweils ein Getränk. Drei der Personen verließen die Olga, einer blieb und ging auf die Toilette. Als dieser zurückkehrte, griff er nach einem Stuhl und warf diesen von Innen gegen eine Scheiben der „Olga“. Im Anschluss vermummte er sich und rannte nach draußen – dort warteten bereits die übrigen Personen auf ihn und begrüßten ihn johlend. Gemeinsam zeigten sie Drohgebärden in Richtung der Kneipe bevor sie sich entfernten.
 
 

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"Man hat uns nicht geglaubt, weil wir Türken sind"

Das Thema NSU ist nicht nur ein riesiger Verfassungsschutz-Skandal, sondern tut auch menschliche Abgründe bei der Polizei auf. Hier scheinen rassistische Verdächtigungen nicht nur weit verbreitet zu sein, sondern auch von Oben her nicht hinterfragt zu werden. Die Zeitung „Der Westen“ berichtet zum Beispiel darüber, wie widerlich die Polizei mit den Angehörigen der Opfer umgegangen ist:

Auch die Angehörigen der NSU-Opfer erheben schwere Vorwürfe gegen die Ermittler. „Jahrelang hat die Polizei versucht, etwas aus uns herauszubekommen, was nicht da war“, erklärte Semiya Simsek im vergangenen Jahr gegen über dem „Tagesspiegel“. Sie ist die Tochter des türkischen Blumenhändlers Enver Simsek, der 2000 in Nürnberg erschossen worden war.

Aufgrund der falschen Verdächtigungen und des Misstrauens gegen die Familie seien soziale Kontakte und der Zusammenhalt in der Familie zerstört worden. „Man hat uns vorgeworfen, wir würden schweigen, weil wir Türken sind. Man hat uns auch nicht geglaubt, weil wir Türken sind“, fügte Simsek hinzu.

Quelle: Der Westen

Hier offenbart sich, das nicht nur die ermittelnden Polizisten die Täter nur in der Richtung suchten, die bestens ihrem rassistischen Weltbild passte – und dass, obwohl es keinen einzigen handfesten Beweis in diese Richtung gab. Sondern, auch, dass die polizeiliche und politische Führung diese Haltung unkritisch und unhinterfragt übernommen und in der Öffentlichkeit als Wahrheit verkündet hat.

Otto Schilly hat als einziger politischer Verantwortlicher diese Schuld eingestanden.

 

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Siehe auch:

http://taz.de/Ermitttlungen-zum-Rechtsterrorismus/!82250/

http://taz.de/Visualisierung-Rechtsextremismus/!82214/

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NPD Verbot? Nein Danke!

Seit der zufälligen Aufdeckung einer Nazi-Terrororganisation neulich ist ja die Debatte über ein NPD Verbot von Seiten der CDU neu entfacht worden. Überhaupt bekommt man langsam den Eindruck, die CDU würde am liebsten alles verbieten, was ihnen nicht ins Konzept passt (aber das ist ein anderes Thema).

Bisher war die Forderung nach einem NPD Verbot ein Forderung von Antifa-Gruppen im ganzen Land. Einmal hatten sich auch CDU & SPD zu einem Verbotsverfahren der Nazi-Partei durchringen können. Doch dieses scheiterte beim Bundesverfassungsgericht, weil dieses nämlich feststellte, das die NPD so sehr von Mitarbeitern der staatlichen Geheimdienste unterwandert sei, dass nicht auszuschließen sei, dass die Gefährdung für die deutsche Verfassung (die unbestritten von der NPD ausgehe) nicht von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes selbst hervorgerufen wurde (Wiedergabe mit meinen eigenen – juristisch nicht geschulten – Worten).

Schon damals hatte das einen schalen Beigeschmack. Denn die Chefs der Verfassungsschützer waren die Länder-Innenminister. Die eben jenen Parteien angehörten, die den Verbotsantrag auf den Weg gebracht hatten. Irgendwo biss sich da die Katze in den Schwanz – es war nur nicht klar, wer hier ein doppeltes Spiel spielte: Die Innenminister oder die „Verfassungsschützer“.

In den letzten Tage bin ich jedoch zum entschiedenen Gegner eines NPD-Verbotes konvertiert. Aus exakt zwei Gründen:

1.) Nach neusten Erkenntnissen müssen wir froh sein über jeden Nazi, der Mitglied der NPD ist. Denn wenn die Nazis erst einmal untertauchen, dann ist die deutsche Polizei ja offensichtlich völlig machtlos: Dann können die Nazis Ausländer und PolizistInnen errmorden, Banken überfallen und quer durchs Land reisen, ohne das die deutsche Polizei (oder die sog. „Verfassungsschützer“) etwas dagegen tun können. Die sind dann völlig hilflos! 10 Jahre lang!

2.) In den letzten Tagen haben wir erfahren, dass die Verfassungsschützer aktuell bis zu 100 V-Leute in der NPD im Einsatz haben. Es gibt 16 Landesverbände der NPD, also 16 Vorsitzende, 16 Stellvertretern, 16 Kassenwärte, vielleicht 16 x 3 Beisitzer. Das macht 98 Top Posten in den Landesverbänden. Nehmen wir mal (unrealistisch) an, es gäbe im Bundesverband auch noch 100 Top-Positionen zu besetzen und dass der Verfassungsschutz seine V-Leute nicht dafür bezahlt, irrelevante Posten als Kreis- oder gar Ortsverbandsvorstände einzunehmen (hoffentlich realistisch). Dann bedeutet aber, dass der Verfassungsschutz personell ungefähr die Hälfte der Führungspositionen in dern Nazi-Partei besetzen könnte oder tatsächlich besetzt. Das bedeutet auch, dass der Verfassungsschutz diese Partei komplett lahmlegen könnte, wenn er denn wollte. Keine Kontroverse, keine kontroverse Abstimmung, bei der der VS mit seinen Leuten nicht die Entscheidung in die eine oder andere Richtung kippen oder durch Blockade einfach verhindern könnte.

Nein, diese unterwanderte NPD ist nicht das eigentlichen Problem. Das Problem ist der Verfassungsschutz und die anderen Nachrichtendienste, die die Terror-Nazis offenbar mehr beschützt als beschattet haben.

Bisher war es doch so, das aufgeklärte Menschen Antifa-Gruppen und Staatsorgane bei der Bewertung als zwei Extreme ansahen, die versuchten politische Fakten in ihrem Sinne zu interpretieren.

Gab die Polizei die Teilnehmerzahl einer Demo mit 5.000 an und die Antifa mit 10.000, gingen wir davon aus, das die wirkliche Zahl irgendwo dazwischen lag und hielten 7.500 für gar keine so schlechte Näherung.

Genauso bei der Bewertung der realen Gefahr durch Nazis: Während die Antifa schon lange von Nazi-Terror spricht, hat der Verfassungsschutz die Gefahr durch Nazis lange heruntergespielt und Gewalttaten immer durchgeknallten Einzeltätern zugeschrieben. Wir nahmen immer an, das auch hier die Realität irgendwo in der Mitte lag.

Jetzt stellt sich aber heraus, dass selbst die Antifa die reale Gefahr, die von Nazis ausgeht, unterschätzt hat. Dass Terror nicht das Einschüchtern und Verprüpgeln von Gegnern bedeutet, sondern der echte Terror längst die gezielte Hinrichtung Unschuldiger praktizierte und ernstgemeinte Todeslisten von Gegnern auch aus der Politik längst existierten.

Polizei und Verfassungsschutz jedoch sollen trotz V-Männern und Millionen an Steuergeldern, die jedes Jahr dort verbrannt werden, noch weniger geahnt haben, als die ehrenamtlich agierenden Antifa-Gruppen?

Wirklich? 

Das kann nur einen von drei Gründen haben:

  1. Der Verfassungsschutz ist komplett unfähig und wesentlich inkompetenter als eine Sammlung von Freizeit-Antifas bzw. arbeitsscheuer Sozialschmarotzer (ja nach Weltbild bitte die relevante Verson wählen). Wirklich?
  2. Der Verfassungsschutz (oder Teile davon) wußten, was da abgeht, haben es aber der Politik (oder zumindest der Öffentlichkeit) – aus welchen Gründen auch immer – vorenthalten, die Täter geschützt und damit Morde mitzuverantworten.
  3. Der Verfassungsschutz ist längst von Nazis unterwandert worden – nicht nur die V-Leute sind Nazis, sondern auch zahlreiche beamtete Mitarbeiter sind dem engeren Nazi-Spektrum zuzuordnen (und ich meine hier nicht weltanschaulich, sondern dass sie sich mit der Nazi-Bewegung in Deutschland identifizieren und diese aktiv unterstützen).  Das würde auch ein völlig neue Licht auf die V-Leute bei den Nazis werfen: Während ihre Bezahlung die Nazi-Bewegung finanziert, liefern sie wertlose und verharmlosende Informationen zurück, mit denen der VS dann die Innenminister füttert und konditioniert.

Leider gibt es für die dritte Theorie (die schon länger als halb-ernster Witz durch die linke Szene geistert) einen erschreckenden Beleg:

In Kassel war offensichtlich ein Beamter des Verfassungsschutzes in dem Raum, in dem am 6. April 2006 Halit Yozgat von den Nazi-Terroristen erschossen wird – nur Minuten vor der Tat wurde sein Handy dort geortet. Angeblich hat er davon nichts mitbekommen. Doch er ist als ein Waffennarr sein, berichten überstimmend mehrere Quellen aus Sicherheitskreisen. In seinem Heimatort habe man ihn auch den „kleinen Adolf“ genannt. In seiner Wohnung habe man reichlich Zitate aus Hitlers „Mein Kampf“ gefunden. Zudem ein Buch über Serienkiller.

Quelle:
http://taz.de/Skandal-um-Neonazi-Terrorbande/!81988/

Wieviele davon gibt es noch beim Verfassungsschutz? Können die Innenminister überhaupt noch ihrem eigenen Dienst trauen?

Doch egal, welche Variante tatsächlich wahr ist: Wenn selbst  linksradikale Antifa-Gruppen die wahre Bedrohung durch Nazi-Gruppen nachweislich besser und realistischer beschreiben als der Verfassungsschutz, dann dürfen solche Strukturen- die sich über Geheimhaltung auch noch jeder demokratischen Kontrolle entziehen – nicht länger aufrecht erhalten und mit Millionen an Steuergeldern finanziert werden.

Unsere Forderung: Demokratie schützen!  Die „Verfassungsschutz“ genannte Geheimorganisation abschaffen! Sofort!

Auch die Polizei kommt übrigens zunehmend in Verruf: Die TV Sendung Panorama berichtet wie Polizisten dazu gezwungen werden von oben über Nazis und ihre Verbrechen hinwegzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=Vy0VLy9jRoU

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Einmal Nazi, immer Nazi?

Nah, see, we don’t like that. We like our Nazis in uniform. That way we can spot ‚em just like that. We’re gonna give you a little something you cant take off.

Deshalb ritzt Lt. Aldo Raine (Brad Pitt), Leiter einer jüdische Einheit hinter den feindlichen Linien in Nazi-Frankreich (im Tarantino-Film „Inglorious Basterds“), überlebenden Nazis mit dem Messer ein Hakenkreuz in die Stirn. Mit einer Hakenkreiz-Narbe will er sie für immer als Nazis zu kennzeichnen, auch wenn sie ihre Uniform ablegen sollten.

Heute ist man dazu übergegangen, Nazis nicht mehr gleich zu töten. Das allerdings schafft laufend Probleme, weil die meisten von ihnen absolut unbelehrbar zu sein scheinen. Selbst wenn man sie für Jahre ins Gefängnis steckt, werden sie hinterher meist schnell wieder rückfällig. Mancher mag das bedauern, aber so sind die Zeiten und im Großen und Ganzen ist das auch viel besser so.

Also hofft man heute, das sie von selbst zur Vernunft kommen, eines der Aussteigerprogramme besteigen oder steckt sich immer wieder in den Knast, nachdem sie andere Menschen verprügelt oder totgeschlagen oder totgetreten haben.

An mehreren Orten in Deutschland sind nun einzelne ehemalige NPD Mitglieder zu Mitgliedern der Piratenpartei geworden und haben dort Aufgaben übernommen – leider ohne ihre neue Partei über ihre politische Vergangenheit zu informieren. Das ist nicht richtig, insbesondere bei einer Partei, die Wert auf Transparenz legt.

Andererseits kann ich gut verstehen, dass man sich einer solchen Vergangenheit schämt – besonders, wenn man wirklich mit den Nazis gebrochen hat, weil man verstanden hat, für was für einen Scheiß die stehen.

Grundsätzlich sollten wir jeden Menschen freudig zurück in der Zivilisation begrüßen, der einer Nazi-Partei den Rücken kehrt. Und zwar egal, in welche Partei er dann eintritt.

Nun hat der Vorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz, die NPD Mitgliedschaft in den zuletzt bekannt gewordenen Fällen als eine „Jugendsünde“ bezeichnet. Darf man das? Die Mitgliedschaft in einer Nazi-Partei so nennen?

Wer sich mit Jugendlichen auskennt, weiss, dass ein Jugendlicher besonders in der Pubertät zu ziemlichem Scheiß in der Lage ist. Dazu gehören Sachen, die deutlich schlimmer sind als eine Weile bei einer Nazi-Partei auf Mitgliederversammlungen zu gehen – und sei es nur um den linken oder grünen Papa zu provozieren.

Wenn man wirklich beurteilen will, wieweit jemand in Nazi-Kreise verstrickt war, bevor er ausgestiegen ist, dann muss man sich den Einzelfall ansehen. Jemand, der in diesem Zusammenhang andere verprügelt oder verletzt oder andere Straftaten begangen hat, kann sich nicht mit „Jugendsünde“ herausreden. Dagegen kann das Nachquatschen von Nazi-Propaganda durchaus unter Jugendsünde fallen.

Wollen wir hoffen, das Sebastian Nerz sich zunächst mit den Einzelfällen vertaut gemacht hat. Und dass sollten wir zu seinen Gunsten annehmen – denn eines der Grundprinzipien der Piratenpartei ist schließlich, sich nur zu Dingen zu äußern, von denen man auch eine Ahnung hat.

Sollte sich allerdings herausstellen, dass eine solche Überprüfung unterlassen wurde und die Aktivitäten der Betroffenen doch klar und nachprüfbar über Jugendsünden hiinausgegangen sind – dann wäre ein Rücktritt von Sebastian Nerz unumgänglich. Wegen Verstoss gegen piratige Grundprinzipien und Verharmlosung von Rechtsextremismus.

Wenn nun Abgeordnete anderer Parteien Nerz wegen seiner Äußerungen kritisieren, so müssen sie sich fragen lassen, ob sie in diesen Fällen besser recherchiert haben als der Bundesvorsitzende der betroffenen Partei. Falls ja, dann haben wir einen Anspruch auf diese Fakten.

Falls sie jedoch keine anderen Fakten vorweisen können, haben sie sich bis auf die Knochen blamiert. Denn dann haben sie – auf Inkompetenz basierend und die persönlichen Schicksale der Betroffenen ignorierend – aus rein parteipolitischen Gründen gegen die Piraten gehetzt und damit die Kritik der Piraten am politischen System einmal mehr mit einem Beleg beliefert.

Was die Betroffenen angeht: Lasst sie uns freundlich aufnehmen und ihnen Gelegenheit geben, sich in der Politik (und in Transparenz) zu bewähren. Gerade bei den diskussionfreudigen und sehr kritischen Piraten sind sie sicher gut aufgehoben.

Die einzige funktionierende Alternative dazu wäre die der Inglorious Basterds: Umbringen oder sie bis an ihr Lebensende kennzeichnen. Und das würden wir dann ja doch nicht wollen, oder?

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Zivilgesellschaft 4, Nazis 0

Am gestrigen Samstag, 6.8.2011, hatten Nazis gleich an vier Orten in Deutschland Aufmärsche und Werbeaktionen geplant:

– Hier in Berlin hatte die NPD für eine Plakataktion zur Abgeordnetenhauswahl Anhänger & Schläger aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Tschechien herangekarrt.

– In Gera war Europas größtes Nazifest geplant

– In Bad Nenndorf wollten die Nazis vor dem Wincklerbad einen sogenannten „Trauermarsch“ veranstalten

– In Bielefeld hatten sich die Nazis ein lokales, alternatives Jugendzentrum als Ziel ausgesucht

Wie es – nach ersten Berichten – scheint, haben die Nazis ihre Aktionen nirgends ungestört und unwidersprochen durchführen können, einiges konnte verhindert werden, Nazis mußten zum Teil deutlich früher als geplant abreisen und niemand wurde verletzt.

Das ist ein großer Erfolg für die Veranstalter der jeweiligen Aktionen, hat den Nazi-Terror in seine Schranken gewiesen und dürfte den Rechtsradikaten weiter den Spass an solchen Aktivitäten verdorben haben.

Hier ein paar Impressionen:

Bielefeld:

Nazis Bielefeld

Bielefeld Nazis

Bad Nenndorf:

YouTube Video 1

YouTube Video 2

siehe auch: http://twitter.com/bad_nenndorf


Gera:

siehe http://twitter.com/gera_nazifrei

Ein persönlicher Eindruck Als die Demokratie Gera verliess

Berlin:

siehe http://de.indymedia.org/2011/08/313410.shtml

Das ist aber kein Grund, selbstzufrieden zu sein: Erfolgreich gegen Nazis und doch noch zu wenig erreicht….

Mailingliste die über Nazi-Aktivitäten in Deutschland berichtet und Ort und Zeit von Protesten und Gegenaktivitäten, sowie Web-Seiten mit weiterführenden Infos bekannt gibt: aktiv_gegen_nazis@lists.riseup.net ( einfach klicken & abonnieren)

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„Naziaufmärsche verhindern, ist wie Müll raus bringen – irgendwer muss die Scheiße ja machen!“

 

Siehe auch:

Nazis in Sachsen: Sprengstoff mit Steuergeldern gekauft?

Müssen Demos gegen Nazis wirklich sein? Kann man die nich einfach mal wegignorieren?

Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“


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6. August: Nazi-Aufmärsche in Bielefeld und Bad Nenndorf verhindern!

Berlin 3.8.: Solidarität mit den Opfern von Oslo und Utøya!

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Mit Uwe Seeler gegen Nazis

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Kritische Anmerkungen zum 13.2.

Ein Faschist, der nichts ist, als ein Faschist …

Mein, dein, unser… täglicher Rassismus

 

 

 

 

Broder, der Islam und Norwegen

Hendrik_M_BroderEiner der deutschen Islam-Hasser hat es auch in Norwegen zu Ruhm gebracht: Der Massenmörder hat den deutschen Hetzer Hendrik M. Broder ausführlich in seinem Manifest zitiert und zur Begründung seiner Taten benutzt – jenen Mann also, den der Spiegel zu seinem Experten in Islam-Fragen gemacht hat.

Nun könnte man sagen, das Broder – auch wenn er gegen Muslime ist – solche Taten sicher nicht gewollt habe. Doch dann würde man zumindest eine gewisse Nachdenklichkeit und vielleicht ein wenig Selbstkritik erwarten. Doch weit gefehlt:

Auf die Frage, ob er sich jetzt irgendwelche Sorgen mache, dass er nun weltweit in so einem Zusammenhang exponiert werde, antwortete Broder, der zurzeit in England ist: „Das einzige, worüber ich mir Sorgen mache, ist, woher ich Ersatzteile für meinen Morris Traveller aus dem Jahre 1971 bekomme. Sogar in England werden die Teile knapp.“

Quelle: Tagesspiegel

Coole Antwort werden Broders rechte Fans jetzt denken – aber es zeugt von einer unglaublichen Gefühllosigkeit und Kälte, angesichts der vielen Toten und der Tatsache, das die eigenen Texte vom Mörder als Rechtfertigung für seine Taten verwendet worden sind, sich nur um Ersatzteile für das eigene Auto Sorgen zu machen.

Zur Erinnerung : Als 1987 ein Durchgeknallter mit einer Pistole während der Proteste gegen die Startbahn West zwei Polizisten tötete, brach der Wiederstand gegen das Projekt schlagartig in sich zusammen. Selbst die militanten gewalttätigen Startbahngegner wollten mit so etwas nichts zu tun. Mehr Infos: http://www.frankfurt.frblog.de/schuesse-an-der-startbahn-west-2

Doch für einen rechten Demagogen wie Broder scheinen selbst 76 Tote kein Grund zu sein, die eigene Rhetorik wenigstens mal zu überdenken.

Ich finde das geht weit über die bekannte rechte Kaltblütigkeit hinaus und bin daher zu dem Schluss gekommen, dass Broder die Taten von Norwegen gut findet – aber natürlich zu schlau ist, um das öffentlich zu sagen. Gern kann er mich widerlegen – indem er seine laute Stimme nun endlich auch gegen solche christliche Gewalt erhebt.

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